Betriebstankstelle für den Fuhrpark
Wenn die Flotte jeden Morgen vom eigenen Hof startet, gehört die Tankstelle auf den Hof. Das spart Umwege, gibt Kontrolle über den Verbrauch und macht den Einkauf planbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Startet die Flotte vom eigenen Hof, spart die Betriebstankstelle Umwege und Arbeitszeit.
- Üblich sind stationäre Anlagen mit 2.500–9.000 l, oft mit AdBlue-Tank.
- Mit Zählwerk oder Tankautomat wird der Verbrauch je Fahrzeug und Fahrer sichtbar.
- Werden Fremdfahrzeuge betankt, ist es keine Eigenverbrauchstankstelle mehr.
Was die eigene Tankstelle bringt
Keine Umwege
Getankt wird vor Schichtbeginn, nicht unterwegs zwischen zwei Aufträgen.
Kontrolle
Menge je Fahrzeug und Fahrer – Auffälligkeiten werden sofort sichtbar.
Einkauf
Größere Mengen per Tankwagen statt Literpreis an der Zapfsäule.
Die richtige Anlage
Für Fuhrparks sind stationäre, doppelwandige Tankanlagen mit 2.500 bis 9.000 Litern üblich, oft kombiniert mit einem AdBlue-Tank. Wichtig sind eine Pumpe mit ausreichender Förderleistung für Lkw-Tanks und ein Zählwerk oder Tankautomat.
- Ab 1.000 Liter Diesel: Anzeige und Sachverständigenprüfung
- Abfüllplatz nach TRwS 781, idealerweise überdacht
- Anlage mit Pumpe, Zählwerk und Tankautomat im Konfigurator zusammenstellen
- Für Transporter auf Außeneinsätzen ergänzend eine mobile Tankstelle
AdBlue für Lkw
Moderne Diesel-Lkw und viele Transporter brauchen AdBlue. Stationäre AdBlue-Anlagen gibt es bis 9.000 Liter, für kleinere Mengen reichen Kombi-Tanks. AdBlue gehört in Kunststoff- oder Edelstahlbehälter.
Anlagen für den Fuhrpark
Stationäre Diesel- und AdBlue-Anlagen, Tankautomaten und Zubehör im Vollsortiment.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Betriebstankstelle schon für wenige Fahrzeuge?
Oft ja, wenn die Fahrzeuge täglich vom Betriebshof starten und regelmäßig Umwege zur Tankstelle fahren. Entscheidend sind die Fahrten und der Einkaufspreis – rechnen Sie es im Kostenrechner durch.
Wie erfasse ich, wer wie viel tankt?
Mit einem Zählwerk und Tankbuch oder komfortabler mit einem Tankautomaten, der Fahrer bzw. Fahrzeug per Chip oder PIN freigibt und die Menge speichert.
Darf ich Fahrzeuge von Subunternehmern betanken?
Dann ist es keine reine Eigenverbrauchstankstelle mehr. Die Abgabe an Dritte zieht andere wasser-, gewerbe- und steuerrechtliche Anforderungen nach sich – klären Sie das vorher.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- AwSV – Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (gesetze-im-internet.de)
- § 39 AwSV – Gefährdungsstufen von Anlagen
- Bayerisches Landesamt für Umwelt – Eigenverbrauchstankstellen
- TRwS 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ – Inhaltsübersicht (umwelt-online)
Allgemeine Hinweise ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültige AwSV, die TRwS 781, das Landesrecht und die Vorgaben Ihrer unteren Wasserbehörde. Redaktion: SENSOR TECHNIK · Zuletzt aktualisiert: